Lohndumping der Lifestyler im "Arbeiterparadies" China

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Lohndumping der Lifestyler im "Arbeiterparadies" China

Beitragvon redaktion am Sa 19. Jun 2010, 21:49

Seit Jahresbeginn wurden allein bei dem in China tätigen taiwanischen Konzerns "Foxconn" mehr als zehn Arbeitnehmer-Selbstmorde bekannt.
"Foxconn"? Nie gehört, aber ist der weltgrößte Elektronikhersteller und produziert für Marken wie Apple, Dell, Hewlett-Packard und Nokia.
Als Motiv für die Selbstmorde werden die enorme Arbeitsbelastung und die Hungerlöhne vermutet. Das passt dann nicht ganz so gut zur Lifestyle-Werbung der genannten Marken und hat endlich bzw. angeblich auch den Effekt, dass zumindest die Löhne angehoben werden. Laut ARD-Tagesschau steige der monatliche Lohn von 900 ab sofort 1200 Yuan und bis Oktober auf 2000 Yuan. Das seien dann 244 Euro pro Monat. Noch immer ein Hungerlohn, denn das Leben in den chinesischen Industriemetropolen ist teuer.

'Es gibt für allerlei Label, die uns beim Kauf beraten, aber wie es denjenigen geht, die uns den Krams produzieren, welchen Giften sie ausgesetzt sind, welcher Arbeitsbelastung zu welchem Lohn, sagt auch das "Fairtrade"-Label nicht.
Interessant wäre ein Label, auf dem der niedrigste Stundenlohn in der Produktionskette verzeichnet ist. Zumindest braucht es mehr Öffentlichkeit, zumindest bei den Produkten, die uns auf "Lifestyle" tun, aber die Produzenten tot machen.
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Blöde Tagesschau-Meldung

Beitragvon redaktion am Sa 19. Jun 2010, 22:59

Zwar gut, dass sich auf www.Tagesschau.de überhaupt eine Meldung zu Arbeitskämpfen China findet, aber ärgerlich, wenn die nebensächlichere Zahlenangabe kommt und die wichtiger fehlt. So heißt es, dass in den chinesischen Werken der japanischen Konzerne Toyota und Honda teilweise seit Wochen gestreikt werde und eine Lohnerhöhung um monatlich ca. 80 € durchgesetzt wurde, aber keine Angabe zu dem damit erzielten Monatslohn, schon gar keine Angabe zum Stundenlohn.

"Nichts ist unmöglich" - darum soll Toyota auspacken, was sie in China zahlen. Okay, wir könnten ja unsere deutschen Konzerne anrufen, Volkswagen, BMW und Mercedes, was die dort zahlen. Aber so sehr interessiert es uns auch wieder nicht. Oder?

Geht schon damit los, dass man bei "Freude am Fahren" gar nicht erst den für solche Konzernfragen zuständigen Pressesprecher findet.
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