Amnestieforderung für Karlheinz S.

sonstige Notizen

Amnestieforderung für Karlheinz S.

Beitragvon redaktion am So 17. Jan 2010, 23:56

Am 18. Januar 2010 steht in Augsburg Karlheinz Schreiber vor Gericht. Ein "Waffenschieber" soll er gewesen sein, aber so einer schiebt keine Waffen, sondern ist bloß einer, wie ihn besonders die Rüstungsindustrie braucht und überall findet, einer, der den Postboten macht, mit den absenderlosen Briefumschlägen und überreicht an gemeinnützige Politiker, die nicht dort hin kamen, wohin sie gehören - und nicht enteignet wurden, weil Karlheinz S. in Kanada war und deshalb angeblicher Mangel an Beweisen.

Jetzt erst kommt er vor Gericht. Die Auslieferung habe so lange gedauert. So ist, was keinen Vorrang hat, denn Karlheinz S. hatte signalisiert, dass wenn er auspacke, ganz andere Köpfe rollen. Eigentlich ein guter Grund, um die Anstrengungen zu verstärken, aber für die "ganz anderen Köpfe" das ganze Gegenteil. Und der Rest in Augsburg ist Farce, denn wie schon zuvor: "Steuerhinterziehung", und es kommt ausschließlich Schenkungssteuer in Betracht, weil Karlheinz S. kann ja gar nicht verdient haben, weil es da nichts zu "provisionsvermitteln" gab, weil da Politiker zwar erwiesen empfänglich, aber nach eigener Auskunft so unbestechlich entschieden. Besser, man versteht es nicht. Auch der DGB wird sich kaum empören, denn jeder verkaufte Mist "sichert Arbeitsplätze" und Mitgliedsbeiträge.
Den Saudis die Panzer, den Israelis das U-Boot, denn für landgestützte Atomwaffen ist das Heilige Land noch immer zu klein. So kann sich niemand beschweren. Den Postboten bestrafen - und die Auftraggeber sind frei?
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Machte die CSU mit Panzern Kasse?

Beitragvon redaktion am Sa 13. Feb 2010, 18:02

Schreiber will einerseits nicht das Bauernopfer sein, aber belässt es bei Andeutungen, weil er weiß, dass er mit drin in der Lawine wäre, die er lostreten könnte. Jedenfalls habe er die Millionen z.B. aus dem Fuchs-Spürpanzer-Deal nicht behalten, sondern CSU-Strolchen zukommen lassen. Ein Wohltäter?

Der ehemalige CSU-Generalsekretär Thomas Goppel erklärt dazu: "Auf dem Wege, wie Schreiber das behauptet, gab es Spenden nicht." - Sondern?
Und Seehofer ließ die Presse wissen, dass die CSU-Landesleitung von solchen Dingen keine Kenntnis habe. - Jede andere Antwort würde erstaunen, und darum wäre dafür die Staatsanwaltschaft zuständig.

"Bestechung verjährt" - so ist das, aber dann sollte man das ändern und die Verjährungsfristen auf 30 Jahre verlängern. Wer nicht darauf besteht, duldet Regierungskriminalität. Dann sitzen welche in Villen, die in den Knast gehören. Mit christsozialem Parteibuch, weil es ihnen keiner wegnimmt.
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"Bankgeheimnis" für Steuersünder

Beitragvon redaktion am Di 23. Mär 2010, 12:10

Wie wenig sich seit dem Fall Zumwinkel in Sachen Trockenlegung der Steueroasen und Geldwäschestaaten Schweiz und Liechtenstein tat, lässt sich neuerlich auch im Fall des Karlheinz Schreiber ablesen. Steuerfahnder deckten auf, dass Schreiber sein Scheinfirmennetz nicht nur in der Schweiz, sondern auch für Konten in Liechtenstein unterhielt. "Näheres" bleibe wegen des Bankgeheimnisses unbekannt, wird aus dem Gerichtssaal berichtet. Dass Schreiber dazu jede Aussage verweigert, ist gutes Recht des Beschuldigten, dass aber sogar auch in EUROPA noch immer das Bankgeheimnis stärker als die Staatsanwaltschaft ist, ist der politisch schlimmere Skandal als der Skandal, dass Leute vom Typus Schreiber solche Zustände ausnutzen.

Wer brav in Deutschland Gelder zur Bank bringt, hat jedenfalls kein Bankgeheimnis gegenüber dem Staat. Wenn die Bundesrepublik Deutschland Leuten wie Schreiber mehr Bankgeheimnis belässt als inländischen Bankkunden, verstößt sie gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz.
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Fehlurteil in Sachen Karlheinz Schreiber

Beitragvon redaktion am Do 6. Mai 2010, 11:05

Das Augsburger Gericht verurteilte Karlheinz Schreiber zu 8 Jahren Freiheitsstrafe "wegen Steuerhinterziehung", obwohl diese bloß der Verdeckung der eigentlichen Verbrechen diente, der Korruption im Waffengeschäft und der Politikerbestechlichkeit.

Das Urteil ist so, als würde ein Millionen-Bankräuber nicht wegen Bankraubs verurteilt, sondern dafür, dass er die Millionen nicht versteuerte.
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