Autonom Denkender hat geschrieben:Schade das ihr nicht auf Kritik eingeht wenn sie euch selbst betrifft.
Das fand ich nicht schlimm, zumal deine Wahrnehmungen sich ausschließlich an dem Vorurteil festmachen, dass ein Antifaschismus-Forum selbstverständlich linksextremistisch zu sein habe, wofür du aber inhaltlich keine Stütze hast.
Autonom Denkender hat geschrieben:Und sagt mir nicht ihr hättet keine Zeit gehabt
Es war dein Kommentar. Den nun wieder zu kommentieren und abstrakt von Inhalten, was rechts, links, rechtsextremistisch, linksextremistisch und was neutral sei, wozu? Und neutral? Ich weiß in vielen Dingen nicht Bescheid oder vermag mich nicht zu entscheiden, aber das würde ich nicht als "neutral" beschreiben, sondern unklar. Wobei einem längst nicht alles klar sein muss. Neutral bin ich, wenn Ghana gegen Kamerun spielt - und im Verlauf des Spiels kann die Einstellung reifen, dass die eine Mannschaft den Sieg verdienter hätte - und das kann auch wieder kippen. In politischen Dingen gibt es ebenfalls solche Prozesse. Je konfliktträchtiger sie sind, desto wichtiger wäre das Bewusstsein zum Problem, und häufig ist es dann keine Entscheidung für eine der Streitparteien, sondern für das Recht gegen diese. Das ist ebenfalls keine Neutralität, sondern die Position des Rechts. Einzig den Strolchen ist es wichtiger, ob sie Hitler oder Stalin "geiler" und/oder böser finden, im Glauben, sie könnten ihre Strolchigkeit rechtfertigen, weil sie nur die Wahl zwischen Strolchen hätten. Für den Polen in mir ist das gänzlich uninteressant. Für den Holländer ebenfalls. Für den Juden in mir allerdings anders, denn sogenannte "Arschkriecherei" hätte bei Stalin eher helfen können als bei den Strolchen, die Juden als Pest verfolgten.
Der Russe in mir würde vielleicht ein Antistalinismus-Forum machen, aber nun habe ich nun mal deutsche Geschichte, und namentliche, jedenfalls mehr davon als bislang jeder Nazi-Strolch hier, meine Familie ist internationaler, weltgeistiger, so dass alles mehr Blickwinkel hat als die Strolchen-"Weltgeschichte", die zumeist nicht mal "Feldpost" vorlegen kann, aber frisch-fröhlich quakt:
"Mein Opa war Soldat" und kam mal raus aus Buxtehude,
"hat den Führer gesehen" oder dem Opa wurde gar auf die Schulter geklopft, Opa war gut, nur Pappa ist ein Versager, aber das erzählt er uns nicht.
Für meine Familie war der "Blitzkrieg" im Westen ein Überfall auf meine Familie in Holland. Da ist nix mit "Siegesparade", sondern richtiger Mist, während andere Familienteile glaubten, das feiern zu dürfen, aber Irrtum, denn die Welt schlug erbittert und vernichtend zurück, zerschmetterte uns die Häuser in Kiels Schloßstraße und anderswo. "Ruhm und Ehre"?
Die Siegesparaden fanden in New Yorck, London, Moskau statt, während sich in Deutschland die "Helden" verkrochen hinter Sprüchen wie:
"Wir befolgten doch bloß Befehle!" - diese armen Schweine, denen es nur eine Hoffnung für ihr desastriertes Selbstbewusstsein gibt:
"Die anderen sind auch nicht besser!", was selbstverständlich auch stimmt - und nie würde ich anderes behaupten, denn jeder Mensch, jedes Volk kann sich "verirren", wenn es die Umstände zulassen, aber davon verliert sich nicht die Verantwortung für diejenigen, die es tun, wie Strolche sich zu rechtfertigen glauben, deren Idole im Siegesrausch
"Den Triumph des Willens" feierten, um dann in der Niederlage die Willensfreiheit an sich zu bestreiten, weil sie zu doof sind, um das Wesen der Freiheit in der Vernunft zu begreifen, denen dann "alles Schicksal" ist, fremdbestimmt, dunkler Mächte Tat, verschworen gegen das vermeintlich Bessere, und in solchen Kontexten vollkommen leugnend, was das für eine Frechheit war mit dem "Herrenmenschen". Das geht nun mal nicht. Faschos aber geht das und gehört politisch an die Wand gepfeffert, dass ihnen der Spaß an der Strolcherei vergeht.
Du hältst das für "links"? Das hat nicht die Bohne mit "links" zu tun, sondern ist ureigentlicher Antifaschismus.